2010-02-10

Schulreif - Reif für die Schule?

Von guidoetterlin @ 22:23 [ Reden ]
Begrüssung der Eltern von zukünftigen 1. Klässlern in der Aula vom Pestalozzischulhaus


Liebe Eltern

Am Montag hat die Begrüssung der zukünftigen Eltern der Kindergärtler stattgefunden und heute erstmals seit einer längeren Pause eine weitere Veranstaltung zum Übertritt vom Kindergarten in die 1. Klasse. Ich heisse Sie alle herzlich willkommen und danke Ihnen, dass Sie sich die Zeit genommen haben für die Vorbereitung dieses wichtigen Schrittes, der für Ihr Kind im nächsten halben Jahr ansteht. Die vereinzelten Eltern, die in dieser Woche nun schon die 2. Schulveranstaltung haben, bitte ich um Entschuldigung. Der Termin liess sich nicht mit dem Montag-Termin koppeln.

Die Zielsetzung unserer heutigen Veranstaltung ist die Folgende:
Rund drei Viertel aller Kinder schaffen den Übertritt vom Kindergarten in die 1. Klasse mehr oder weniger problemlos. Bei jedem 4. Kind aber stellt sich das etwas komplizierter an. Ich möchte sie dazu gleich auch beruhigen: Sollten Sie Eltern von einem dieser Kinder sein, möchten wir Ihnen heute aufzeigen, worum es bei der Einschulung geht. Wir erklären Ihnen nochmals unser Schul- und Fördersystem und Frau Natali als eine unserer Spezialistinnen der Einschulungsberatung den Begriff der Schulreife. In die Schule bzw. in die 1. Klasse sollten Kinder nämlich erst, wenn sie „schulreif“ sind. Wir zeigen Ihnen, was dazu gehört und was für Möglichkeiten die Schule Rorschach Ihren Kindern und Ihnen als Familie bietet.

Die Angst, die im Raum stehen könnte, möchte ich Ihnen gleich zu Beginn wegnehmen:
Es ist nicht so, dass mit Ihrem Kind etwas nicht stimmt, nur weil es am 1. August noch nicht „schulreif“ ist. Schliesslich haben wir es hier mit kleinen Kindern zu tun und nicht mit Maschinen. Frau Natali wird ihnen gleich kompetent ausführen, dass Entwicklungsverzögerungen bei Kindern in diesem Alter ganz normal sind. Allerdings hat sich die Schere in den letzten Jahren etwas aufgetan. Fakt ist, dass die sogenannte Schulreife bei den Kindern eines spezifischen Jahrgangs auf 3 Jahre verteilt ist. Aus diesem Grund ist das Unterrichtssystem so differenziert und den verschiedenen Gegebenheiten angepasst aufgebaut worden. Wir sind in Rorschach mit einem grosszügigen Angebot darauf eingerichtet und bitten um Ihre Mitarbeit. Unser Ziel ist es, dass wir für Ihr Kind ab kommendem Sommer die ideale Lösung haben.


Das Schulsystem
Im Kindergarten haben wir noch fast alle Kinder beisammen. Mit Ausnahme von Kindern mit einer geistigen oder körperlichen Behinderung, besuchen alle Kinder gemeinsam den Kindergarten, wo jeweils eine Gruppe mit 4-jährigen und eine mit 5-jährigen Kindern unterrichtet wird.
Beim Übertritt in die Unterstufe wird es dann kompliziert. Es bieten sich 6 Möglichkeiten (an):

1. Regelklasse, rund 75% der Kinder werden im ganzen Kanton der Regelklasse zugeteilt, weil sie sogenannt „schulreif“ sind. Schulreife definiert sich hinsichtlich sozialer, körperlicher und intellektueller Fähigkeiten. Frau Natali wird das erklären.
2. Einführungsklasse: Im Schönbrunnschulhaus und im Pestalozzi führen wir eine Einführungsklasse. In diesen Klassen wird der ganz normale Schulstoff der 1. Klasse bearbeitet, aber das Kind hat dazu zwei Schuljahre Zeit. Sie bearbeiten den regulären Schulstoff. Zudem sind in einer solchen Klasse maximal 15 Kinder. Durch die geringere Anzahl an Kindern können diese individueller gefördert werden.
Nach der Einführungsklasse kommen die Kinder ganz regulär in die 2. Klasse.
3. Repetition des Kindergartens: In gewissen Fällen repetieren Kinder den 2. Kindergarten, wenn die Entwicklungsverzögerungen grösser sind. Mehr dazu führt Frau Natali aus.
4. Kleinklasse: Kinder mit diagnostizierter Lernbehinderung kommen in die Kleinklasse. Wir führen in Rorschach insgesamt 3 Kleinklassen mit ca. 40 Plätzen. Die meisten Kinder kommen wegen akuter Lernschwierigkeiten im Alter von 9-12 Jahren in die Kleinklasse, also nicht aus der Einführungsklasse.
5. Für Kinder mit schweren Störungen der Leistungen des Sprech-, Lese- und Schreibvermögens, meist in Folge von auditiven Wahrnehmungsstörungen und/oder Hörverlusten steht das Angebot der Sprachheilschule zur Verfügung.
6. Sonderschule: Kinder mit körperlichen oder geistigen Behinderungen besuchen im Kanton St. Gallen eine Sonderschule. Die Zuweisung erfolgt durch den Schulrat auf Antrag des SPD.

Dazu führen wir ein gut ausgebautes Angebot an Therapien
1. Logopädie, bei Defiziten in der Sprachfähigkeit
2. Legasthenie- oder Dyskalkulietherapie
3. Ergotherapien, auf Verordnung durch den Arzt (kein Angebot der Schule)



Die Schulreife

Warum muss ein Kind schulreif sein, wenn es in die Schule kommt und was ist das?

Im Vergleich zum Kindergarten arbeitet die Unterstufe mit engeren Vorgaben im Lehrplan. Das Kind muss deshalb bereit sein, den Schulstoff aufnehmen und verarbeiten zu können. Dazu definieren wir 3 Kompetenzen:
1. Soziale/emotionale,
2. Körperliche und
3. intellektuelle Kompetenz

Die Schwierigkeit liegt nun darin, dass die Kinder über diese Kompetenzen verfügen müssen, diese aber bei allen Kindern in diesem Alter unterschiedlich ausgeprägt sind. Es ist die Aufgabe der Kindergartenlehrperson zusammen mit der Einschulungsberatung, ein fachliches Urteil darüber abzugeben und zu empfehlen, welche Art der Beschulung für das Kind sinnvoll ist. Ab der kommenden Woche finden bereits die ersten Elterngespräche statt, wo die Tendenzen der weiteren Beschulung für Ihr Kind aufgezeigt werden.

Ein Kind muss über diese Schulreife-Fähigkeiten verfügen, weil es sonst in der Schule überfordert sein könnte. Und da komme ich zu einer der wichtigsten Erkenntnisse vom heutigen Abend. Nur ein geglückter Schulstart ist ein solider Grundstein für eine erfolgreiche Schulkarriere bis zur 3. Oberstufe. Wenn Ihr Kind schon früh überfordert ist, weil es noch nicht bereit ist, die dem Alter entsprechenden Vorgaben zu erfüllen, kann sich diese Überforderung sehr negativ auswirken und ihr Kind leidet, die Freude am Lernen an der Schule geht verloren usw. Und das wollen wir ja alle nicht.



(Ausführungen V. Natali über Schulreife)




Abschluss
Sie sehen, die Materie ist komplex. So ganz eindeutig, lässt sich die Zuteilung zu EK oder 3. Kindergartenjahr oder in die Regelklasse nicht machen. Vertrauen Sie deshalb gerade auf die langjährige Erfahrung unserer Kindergartenlehrpersonen und unsere Einschulungsberaterinnen. Für den Fall, dass Sie sich nicht einigen können, wie Ihr Kind ab kommenden Sommer beschult wird, stellen LP und Eltern unterschiedliche Anträge an die Pädagogische Komission. Diese ist verantwortlich für den Entscheid. In bestimmten Fällen wird der SPD zugezogen.

Alle Entscheide haben Konsequenzen: Wird ein Kind der EK zugeteilt und man merkt innert Monaten, dass es viel grössere Fortschritte macht als erwartet, ist jederzeit ein Übertritt in die Regelklasse möglich.
Ist ein Kind in der Regelklasse und dort überfordert, ist normaler Weise ein Übertritt in die EK nicht möglich, weil die Plätze begrenzt sind. Es kann dann passieren, dass Ihr Kind die 1. Klasse repetieren oder zurück in den Kindergarten muss.


Die Zusammenarbeit mit Ihnen ist uns wichtig!
1. Bei Fragen, Unklarheiten, Problemen usw. wenden Sie sich bitte immer zuerst an ihre Kindergartenlehrperson; sie vermittelt Ihnen weitere Hilfe, sofern das notwendig ist. Im Konfliktfall wenden Sie sich bitte an die zuständige Schulleitung.
2. An Elternabenden und Elterngesprächen werden viele Details rund um die Schule geklärt. Wir bitten Sie, dass Sie an diesen Veranstaltungen teilnehmen und sich an die getroffenen Vereinbarungen halten.
3. FAHREN Sie Ihr Kind NICHT in den Kindergarten oder die Schule. Sie berauben es wichtiger Erfahrungen. Bitte halten Sie sich konsequent daran; es spricht nichts dagegen, dass Sie ihr Kind zu Fuss begleiten. Sie werden dann erstaunt sein, wie es selbständig wird, zuerst einen Teil des Weges selber bewältigt und schliesslich in der Lage sein wird, den Weg alleine zu gehen.
4. Grundsätzlich ist Erziehung Sache der Eltern, Lernen ohne Erziehung ist aber nicht möglich. Für Ihr Kind gelten die Schulregeln, die wir ihm schrittweise erklären und es lernen, damit umzugehen. Sie können uns die Arbeit sehr erleichtern, wenn Sie auf folgendes achten:
- Ihr Kind braucht einen geregelten Tagesablauf mit konstanter Betreuung
- Ihr Kind braucht genügend Schlaf, 8 bis 10 Stunden sind wichtig
- Ihr Kind braucht ausserhalb der Schule Bewegung
- Ihr Kind braucht gesunde Ernährung mit viel Obst, viel Gemüse und wenig Süssigkeiten
- Ihr Kind sollte nicht unbeaufsichtigt Fernsehen und/oder Gamen, wir empfehlen max. 30 Min. pro Tag
- Ein Fernseher im Kinderzimmer hat nichts verloren
Und für alles gilt: Im Zweifelsfall fragen Sie die Lehrperson Ihres Kindes!


Wenn Sie nun konkret noch drängende Fragen haben, könnten wir diese jetzt klären.

Ich danke der Schulverwaltung, den Schulleitungen und den Lehrpersonen, insbesondere auch Frau Natali für die Durchführung und Vorbereitung, Ihnen für Ihr Kommen und bis später am Apero. Und wie gesagt, wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Ihnen und mit Ihrem Kind.

Rorschach, 10. Februar 2010

Guido Etterlin
Stadtrat/Schulratspräsident

2010-02-08

Im August in den Kindergarten

Von guidoetterlin @ 13:43 [ Reden ]
Begrüssung der Eltern von zukünftigen Kindergartenkindern in der Aula des Pestalozzi-Schulhauses:


Liebe Eltern

Am 9. August 2010 wird ihr Kind voraussichtlich in den Kindergarten kommen. Ich heisse Sie herzlich willkommen und danke Ihnen, dass Sie sich Zeit genommen haben, heute an diesem ersten Elternabend für Ihr Kind teilzunehmen.

Ablauf der Veranstaltung (gemäss Folie)
Ich gehe davon aus, dass Sie die wesentlichen Fragen im 2. Teil beantwortet bekommen. Wir teilen uns dann nämlich auf in verschiedene Gruppen, wo Sie ganz ungezwungen mit einer Kindergartenlehrperson und weiteren Lehrpersonen das Gespräch suchen können. In meinen ersten Teil möchte ich Sie mit ein paar grundsätzlichen Aspekten rund um unsere Schule vertraut machen.

Aufgabe des Kindergartens
Der Eintritt in den Kindergarten ist ein einschneidendes Erlebnis für Kinder und Eltern. Ihr Kind muss sich von der vertrauten Umgebung zu Hause lösen und Sie müssen ihr Kind ein Stück weit loslassen können. Nach einer kurzen Einlebenszeit fühlen sich die meisten Kinder aber sehr schnell wohl im Kindergarten. Im Zentrum steht das spielerische Lernen. Die Kinder knüpfen Kontakte mit anderen Kindern, sie sind in einer Gruppe mit älteren Kindern und lernen auch von diesen.

Der Kindergarten fördert ihr Kind in seiner persönlichen Entwicklung und stärkt sein Selbstvertrauen. Was im Kindergarten alles passiert, das werden Ihnen die Kindergartenlehrpersonen erzählen. Sie erhalten anschliessend am Apero auch noch ein Merkblatt mit Informationen.

Durch eine enge Zusammenarbeit mit Ihnen, arbeiten wir während zweier Jahre an einer guten Vorbereitung für die Primarschule. Und damit komme ich schon zu einem wichtigen anderen Punkt. Ihr Kind wird die beginnende Schullaufbahn gut bestehen, vielleicht werden sich die einen oder anderen Hürden ergeben, sie können sich aber versichert sein, wir haben alle das gleiche Interesse, wir wollen nämlich, dass es ihrem Kind gut geht.


Unser Schulsystem (Folien)
Dazu möchte ich Ihnen unser Schulsystem erklären:
In Rorschach haben wir 9,5 Kindergärten, der Halbe (nämlich die Basisstufe an der PH) ist ein spezieller, auf den komme ich später noch kurz zu sprechen. Die Kindergärten sind über die ganze Stadt verteilt mit dem Ziel, dass ihr Kind einen möglichst kurzen Schulweg hat. Seit drei Jahren führen in jedem Primarschulhaus auch einen Kindergarten. Das hat sich sehr gut bewährt und natürlich findet der Unterricht in diesen Kindergärten genau nach den gleichen Prinzipien statt.
Grundsätzlich besuchen die Kinder zwei Jahre den Kindergarten, anschliessend 3 Jahre die Unterstufe, dann 3 Jahre die Mittelstufe und anschliessend entscheidet sich der Übertritt in die 3jährige Oberstufe, wo dann unterschieden wird, ob ihr Kind die Sekundarschule oder die Realschule besucht. Machen Sie sich jetzt aber noch keine Sorgen darüber, ob Ihr Kind die Sek oder die Real besuchen wird.
In der zeitlich näheren Betrachtung sieht das Modell folgendermassen aus:
- 2 Jahre Kindergarten (In jedem Kindergarten ist während 6 Lektionen eine zweite Lehrperson anwesend, jedes Kind im 2. Kindergarten besucht die musikalische Grundschule und während 2 Lektionen ist die Schulische Heilpädagogin bzw. die Logopädin vom IFT im Kindergarten anwesend.
- 3 Jahre Unterstufe
- für Kinder, die nach dem Kindergarten noch nicht reif für die 1. Klasse sind, führen wir im Pestalozzischulhaus und im Schönbrunn je eine Einführungsklasse, wo die Kinder zwei Jahre Zeit haben, sich auf die 2. Klasse vorzubreiten. Das ist ein wichtiges Angebot der Schule Rorschach, um den Kindern ihrem Leistungsstand gerecht zu werden.
- Für Kinder mit einer leichten Lernbehinderung führen wir auf allen Stufen eine Kleinklasse.
- WICHTIG für Sie ist jetzt: rund drei Viertel der Kinder durchlaufen den klassischen Weg mit 2 Jahren Kindergarten und 3 Jahren Unterstufe in 5 Jahren. Wir werden mit Ihnen sorgsam klären, wie die Schullaufbahn von ihrem Kind aussehen wird und laden Sie zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit ein. Ganz nach dem Grundsatz wir wollen gemeinsam dafür sorgen, dass ihr Kind gut in unserer Schule zurechtkommt.

(Exkurs Basisstufe gemäss separater Folie, Hinweis, dass 5 Plätze zur Verfügung stehen.)

Zusammenarbeit mit Eltern
Die Zusammenarbeit mit Ihnen hat soeben begonnen und wir freuen uns darauf. Beachten Sie bitte dabei folgendes:
  • Bei Fragen, Unklarheiten, Problemen usw. wenden Sie sich bitte immer zuerst an die Kindergartenlehrperson, sie vermittelt Ihnen weitere Hilfe, sofern das notwendig ist. Im Konfliktfall wenden Sie sich bitte an die zuständige Schulleitung.
  • An Elternabenden und Elterngesprächen werden viele Details rund um die Schule geklärt. Wir bitten Sie, dass Sie an diesen Veranstaltungen teilnehmen und sich an die getroffenen Vereinbarungen halten.
  • Grundsätzlich gilt die Schulpflicht ab 4 Jahren. Wenn Sie aber den Eindruck haben, Ihr Kind sei noch nicht reif für den Kindergarten, wenden Sie sich bitte an Frau Natali oder an Frau Bleiker. Sie sind zuständig für die sogenannte Einschulungsberatung.
  • FAHREN Sie Ihr Kind NICHT in den Kindergarten oder die Schule. Sie berauben es um wichtige Erfahrungen. Bitte halten Sie sich konsquent daran, es spricht nichts dagegen, dass Sie ihr Kind zu Fuss begleiten. Sie werden dann erstaunt sein, wie es selbständig wird und zuerst einen Teil des Weges selber bewältigt und schliesslich in der Lage sein wird, den Weg alleine zu gehen.
  • Grundsätzlich ist Erziehung Sache der Eltern, lernen ohne Erziehung ist aber nicht möglich. Für Ihr Kind gelten die Schulregeln, die wir ihm schrittweise erklären und es lernen, damit umzugehen. Sie können uns die Arbeit sehr erleichtern wenn Sie auf folgendes achten:
  • - Ihr Kind braucht einen geregelten Tagesablauf mit konstanter Betreuung
    - Ihr Kind braucht genügend Schlaf, 8 bis 10 Stunden sind wichtig
    - Ihr Kind braucht ausserhalb der Schule Bewegung
    - Ihr Kind braucht gesunde Ernährung mit viel Obst, viel Gemüse und wenig Süssigkeiten
    - Ihr Kind sollte nicht unbeaufsichtigt Fernsehen und/oder Gamen, wir empfehlen max. 30 Min. pro Tag
    - Ein Fernseher im Kinderzimmer hat nichts verloren

    Und für alles gilt: Im Zweifelsfall fragen Sie ihre Kindergartenlehrperson.

    Einen speziellen Hinweis erlaube ich mir hiermit noch. Die Stadt Rorschach und die Gemeinde Rorschacherberg führen gemeinsam eine Jugend- und Erziehungsberatung. Sie finden diese auf der Homepage oder im Telefonbuch:

    Fachstelle Jugend Familie Schule
    Sonnenweg 6, 9400 Rorschach
    Telefon 071 844 49 00, Mail: info@fjfs.ch


    Zuteilung zum Kindergarten
    Sehr oft stellen sich Fragen über die Zuteilung zum Kindergarten, manche wollen unbedingt in einen bestimmten Kindergarten manche wollen unbedingt nicht in einen bestimmten Kindergarten. Wir berücksichtigen gerne wenn es möglich ist ihre individuellen Wünsche, müssen aber schliesslich 80 Kinder einteilen auf 9,5 Kindergärten. Darum hier die Zuteilungskriterien:
  • Wohnort / Quartier, Schulweg
  • Geschlechterverteilung (Mädchen / Knaben)
  • Sprachkenntnisse
  • Familiensituation, andere Kinder in der gleichen Familie
  • Situation in den einzelnen Kindergärten


  • Mit der Anmeldung können Sie Wünsche angeben. Wir werden versuchen, diese weitgehend berücksichtigen zu können, können aber leider keine Garantie dafür abgeben. Wünsche wollen Sie bitte schriftlich mit der Anmeldung formulieren. Sie vereinfachen uns damit die Bearbeitung.


    Weitere Hinweise
  • Kindergartenobligatorium, Stichtag 31. Juli
  • Blockzeiten Montag bis Freitag, 8 bis 11.40 Uhr, Dispens im ersten Jahr für 1. Lektion dh ab 8.50
  • Mittagstisch
  • Broschüren: Erziehung; Rezepte mit erwünschten Nebenwirkungen

  • Wenn Sie nun konkret noch drängende Fragen haben, die von allgemeiner Bedeutung sind, stehe ich gerne zur Verfügung, ansonsten lade ich Sie ein, sich ihrer Gruppe anzuschliessen und alles weitere dort zu klären.

    Ich danke der Schulverwaltung, den Schulleitungen und den Kindergartenlehrpersonen für die Durchführung und Vorbereitung, Ihnen für Ihr kommen und bis später am Apero. Und wie gesagt, wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Ihnen und mit Ihrem Kind.

    Rorschach, 8. Februar 2010

    Guido Etterlin.


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    Schule Rorschach Schulratspräsidium
    Kirchstrasse 6, Postfach, 9401 Rorschach
    Telefon 071 844 21 81 Telefax 071 844 21 86
    www.schule.rorschach.ch
    ---------------------------------------------------------------------


2010-01-29

Klare Rahmenbedingungen

Von guidoetterlin @ 20:29 [ Allgemein ]
Andrea Sterchi vom Tagblatt in Rorschach hat sich interessiert für Aspekte rund um die Basisstufe.


„Ich will klare Rahmenbedingungen“

Der Kanton will keine obligatorische Basisstufe. Noch offen ist, ob die Gemeinden sie freiwillig einführen können. Schulratspräsident Guido Etterlin wünscht sich klare Rahmenbedingungen bevor eine dahingehende Diskussion geführt werden kann.

Andrea Sterchi

Rorschach. Ein Viertel der Rorschacher Kinder bekunden wie an allen anderen Orten Mühe mit dem Übertritt vom Kindergarten in die Unterstufe. Je nach Stärke des Jahrgangs können das 20 von 80 Kindern sein. „Sollen wir jetzt die Kinder oder das System anpassen“, fragt Guido Etterlin, Schulratspräsident in Rorschach. Eine Möglichkeit, die Einschulung flexibler zu gestalten bietet die Basisstufe, in der die Kinder im Kindergartenalter bis zur zweiten Klasse gemeinsam unterrichtet werden. Das verursacht Mehrkosten. Diese sind dem Erziehungsrat zu hoch, er hat deshalb entschieden, die Basisstufe im Kanton nicht obligatorisch einzuführen. Noch offen ist, ob die Gemeinden dies freiwillig tun können, und wenn ja, auf wessen Rechnung.


Know How aus Pilotversuch

Rorschach ist eine der 15 Gemeinden, in denen die Basisstufe als Pilot geführt wurde. Guido Etterlins Fazit: „Der Versuch läuft sehr gut.“ Seiner Meinung nach hat aber ein Transfer in die Schule nicht stattgefunden, da der Versuch nur eine einzige Klasse an der Impulsschule der Pädagogischen Hochschule betraf. Mit nur einer Klasse könnten sie die Auswirkungen auf das gesamte Schulsystem nicht beurteilen. „Aber“, sagt, Etterlin, „wir haben jetzt das Know How.“ Er persönlich hat ein Anliegen. Wegen Zu- und Wegzügen tauscht die Schule Rorschach intensiv Schüler mit anderen Gemeinden aus. „Wir dürfen bei der Beschulung keinen Salat anrichten. Wir müssen gewährleisten, dass die Kinder vernünftig von einem System ins andere wechseln können. Vielleicht könnten wir uns ja aufraffen und eine regionale Lösung umsetzen!“

Klare Regeln vor Diskussion

Der Entscheid des Erziehungsrates hat Guido Etterlin nicht überrascht. Für ihn ist jedoch klar: „Jetzt muss der Kanton klare Rahmenbedingungen schaffen.“ Erst dann könne die Diskussion über eine allfällige Einführung der Basisstufe in Rorschach oder über alternative Projekte geführt werden. „Dann ist die Schule gefordert, wie sie ihr Angebot verändern will.“

Basisstufe in Rorschach?

Die SP St. Gallen fordert, dass die Gemeinden die Basisstufe freiwillig einführen können. Guido Etterlin, Mitglied der SP, warnt vor einem „Modellwirrwarr“ im Kanton. „Wir brauchen eine starke Volksschule und sollen sie nicht schwächen.“ Bisher seien immer nur Pro und Contra der Basisstufe diskutiert worden. „Wir sollten uns aber fragen, ob wir verschiedene unterschiedliche Beschulungssysteme nebeneinander haben wollen. Das muss sich auch die SP überlegen.“


Nicht nur Mehrkosten zählen

Guido Etterlin bedauert, dass in der Diskussion um die Basisstufe derzeit nur die finanzielle Rechnung gemacht wird, obwohl noch nicht entschieden ist, ob etwas und wenn ja, was finanziert werden soll. Er verwehrt sich gegen die ständige Diskussion um den Mehrwert. „Jeder Schüler, der gut durch die Schule kommt und eine gute Anschlussmöglichkeit - ob Lehre oder weiterführende Schule findet -, bedeutet den allergrössten Mehrwert.“ Für den Schulratspräsidenten ist es „immens wichtig“, den Kindern einen guten Schulstart zu ermöglichen. Der Zwischenentscheid der Regierung hat seiner Meinung nach die politische Durchsetzbarkeit solcher Projekte wie die Basisstufe erschwert. „In Rorschach wäre sie eine beträchtliche politische Herausforderung“, schätzt Etterlin.


Mit Blick auf „Kids“

Über die freiwillige Basisstufe und ihre Finanzierung muss nun der Kantonsrat entscheiden und das Volk, sollte es zu einer Referendumsabstimmung kommen. Guido Etterlin begrüsst diesen Weg. „Es ist ein Entscheid mit grosser Tragweite. Da ist ein Konsens wichtig.“ Eine Prognose, wie es in Rorschach dereinst kommen soll, wagt er nicht. Sicher aber verfolgt er das Schulprojekt „Kids“ in St. Gallen, in dem Erst- und Zweitklässler in die gleiche Klasse gehen, der Kindergarten aber klar von der Primarschule getrennt ist. „Aber erst wenn die Ausgangslage klar ist, entscheiden wir mit allen Betroffenen, welcher Weg für uns der Richtige ist.“

2010-01-28

Oberstufenentscheid

Von guidoetterlin @ 11:50 [ Oberstufe ]
Wir haben den Entscheid über die Machbarkeitsstudie gefällt. Bitte beachten Sie auch die Beilagen über die Vernehmlassung der Ortsparteien und den Beschluss des Schulrates im Wortlaut.


Tragfähigkeit von Oberstufenzentrum noch nicht gegeben
Bis 2012 war die Realisierung eines Oberstufenzentrums Rorschach auf dem Areal Burghalden / Mariaberg vorgesehen. Die durchgeführte Vernehmlassung verdeutlicht eine grundsätzliche Zustimmung, lässt jedoch auf geringe Abstimmungschancen schliessen.

Unterschiedliche Beurteilung der Parteien
Der Schulrat hat basierend auf den Ergebnissen der Machbarkeitsstudie den Parteien sowie sämtlichen Interessierten die Möglichkeit zur Vernehmlassung eröffnet. Die Antworten der Vernehmlassenden verdeutlichen, dass im Grundsatz die Absicht des Schulrates zur Realisierung eines Oberstufenzentrums Zustimmung findet. Die Meinungen gehen jedoch auseinander bei den konkreten nächsten Schritten und insbesondere bei der Finanzierung. Es wird darauf verwiesen, dass bei der Stadt Rorschach weitere nahmhafte Investitionen anstehen. Aus diesem Grund wird ein Zwischenschritt auf dem Weg zum gemeinsamen Oberstufenzentrum gefordert. Zum jetzigen Zeitpunkt wird die Tragfähigkeit des Projektes bei einer Urnenabstimmung als gering beurteilt.

Strategische Ausrichtung
Die Entwicklung auf der Oberstufe zeigt klaren Handlungsbedarf auf. Aktuell ist von einer 40%-Quote von Schülerinnen und Schülern auszugehen, welche vier Jahre für die Absolvierung der Oberstufe benötigen. In einigen Jahren könnten zusätzliche Halbklassen notwendig werden, wenn mit einem durchlässigem Konzept nicht Gegensteuer gegeben werden kann. Die wesentlichen Elemente des kantonalen Oberstufenkonzeptes 2012 stehen fest. In mindestens einem Leistungsfach müssen die Schulen die Durchlässigkeit sicherstellen. Ein möglicher Arealwechsel dafür lässt sich organisieren, nicht aber eine noch höhere Durchlässigkeit. Der Schulrat ist darum der Ansicht, dass die Einrichtung eines gemeinsamen Oberstufenzentrums von strategischer Bedeutung ist und weiter verfolgt werden muss. Als Zwischenschritt wird kurz- und mittelfristig an den beiden Standorten Burghalde und Sekundarschule festgehalten. Die geforderte Durchlässigkeit zwischen Sekundar- und Realschule ab Sommer 2012 muss jedoch sichergestellt werden. Ebenso ist nach der Einführung der gemeinsamen Führungsstruktur seit Sommer 2009 die gemeinsame Entwicklung voranzutreiben.

Aufgeschobene Sanierungsmassnahmen fällig
Aufgrund der bevorstehenden Klärung der Oberstufenfrage hat der Schulrat in den vergangenen Jahren sowohl in der Sekundarschule als auch im Schulhaus Burghalden anstehende Sanierungsmassnahmen aufgeschoben. Vor diesem Hintergrund wurde das Burghaldenschulhaus im Jahr 2001 lediglich einer Aussensanierung unterzogen. Im Rahmen der Machbarkeitsstudie wurde ein Bedarf von 1.5 Mio. für das Burghaldenschulhaus ermittelt. Die Liegenschaft Sekundarschule wurde letztmals 1982 saniert und weist ebenfalls einen Bedarf von 1 bis 2 Mio. aus. Die entsprechenden Mittel werden in die Finanzplanung aufgenommen. Die Umsetzung dieser Massnahmen ist in den nächsten drei Jahren vorgesehen.

Entscheid Oberstufe und Vernehmlassung

2010-01-27

Denkanstoss zum Thema Gleichstellung

Von guidoetterlin @ 00:47 [ Reden ]
Ansprache an der kantonalen Denkwerkstatt Gleichstellung im Stadthof Rorschach:


Sehr geehrte Damen und Herren

Ich heisse Sie im Namen von Stadt Rorschach und Schule Rorschach herzlich willkommen bei uns im Stadthof. Ich freue mich, dass Sie den Weg auf sich genommen haben, nach Rorschach zu kommen und sich Gedanken zu machen über Gleichstellung, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, sowie Lohngleichheit.

Als politischer Vertreter der Stadt möchte ich mir nicht anmassen, fachliche Inputs zu dieser komplexen Themenstellung abzugeben. Ich habe Ihr Arbeitsprogramm studiert und festgestellt, dass Sie da problemlos auf Ihre Kosten kommen werden. Ich gehe aber davon aus, dass Sie sich für den Stand der Gleichstellung in der Stadt und Schule Rorschach interessieren.

Für Rorschach darf ich behaupten, dass es weder in der Stadt noch in der Schule Anlass gibt, sich Sorgen zu machen über Lohnnachteile. Unsere Lohnreglemente sehen die Geschlechterunabhängige Besoldung in allen Belangen vor. Es ist mir auch nicht bekannt, dass Klagen diesbezüglich in den vergangenen Jahren laut geworden wären.

Bezüglich Vereinbarkeit von Familie und Beruf, stelle ich fest, dass flexible Anstellungen, Jahresarbeitszeitmodelle, 4-Tageswoche, 4,5 Tageswoche, Jobsharing auf dem Vormarsch sind. Ich werde ihnen dazu auch noch aktuelle Zahlen aus der Schule liefern können.

In zwei Segementen orte ich Handlungsbedarf: Kader und Gender-Balance

Kader
Der Stadtrat ein reines Männergremium. In den letzten Wahlgängen haben alle Parteien versucht, eine Frau zu finden, die für den Stadtrat kandidieren würde. Vergeblich. Mein persönliche Fazit dazu: Eine Vertretung der Frauen im Stadtrat ist notwendig!
Der Schulrat hingegen ist ein ausgelichenes Gremium 50%/50%. Auffallend: Die Verweildauer von Frauen im Amt ist ungleich kürzer, als derjenige der männlichen Mitglieder: Mein persönliches Fazit: Wir haben ein Problem mit Vereinbarkeit Beruf-Familie-Ehrenamt
Die Schulleitungskonferenz setzt sich zusammen aus 2 Frauen im Jobsharing, und 3 Männern nicht im Jobsharing. Mein Fazit: Wir sind auf gutem Wege.
Die Geschäftleitung der Stadt ist ein reines Männergremium: Mein Fazit: fast keine Aussicht, dass sich in den nächsten Jahren da etwas grundlegend ändert. Ich warte auf Ihre Inputs.


Genderbalance (in der Schule)
Meiner Meinung nach ist die Schule (nicht nur Rorschach) eine Vorzeigeinstitution, wo die Gleichstellung perfekt umgesetzt ist.
Es stehen aber gerade deswegen grosse Herausforderungen an. Die Genderbalance kippt. Ich frage mich: Wo bleiben die LEHRER?
In zwei meiner Primarschulhäusern arbeiten ausschliesslich Frauen. Die machen eine hervorragende Arbeit. In einem sozialen Umfeld mit auffällig vielen Kindern, die nur von einem Elternteil betreut sind (und da sind es zu 95% die Mütter) in einem Umfeld mit einen hohen Anteil an Migranten, die noch ein etwas anders gelagertes Frauenbild prägen, ist das eine tägliche Herausforderung.

Damit zu den Zahlen:
Alle 130 Mitarbeitenden: 75 % Frauenquote
Teilzeitbeschäftige bis 50% (40) 90 % Frauenquote
51 bis 80% (27) 85 % Frauenquote
Vollzeit 81-100 (50) 62 % Frauenquote

Die Schulen und allg. der Lehrberuf muss darauf achten, dass er für Männer wieder attraktiver wird, ohne dass die Errungenschaften für die Frauen zu stark beeinträchtigt werden. Ich denke da an die Vorbildlichen Teilzeitmodelle, problemloses Jobsharing, und attraktive Bedingungen für Wiedereinsteigerinnen.

Zwei Themen am Rand zum Abschluss:
Mutterschaftsurlaub:
Wer es sich leisten kann, begnügt sich nicht mit den 14 Wochen, sondern verlängert zu eigenen Lasten auf ein halbes Jahr. Wir bewilligen ausnahmlos diese Anträge. Ein Problem stellt sich neuerdings: Gegen Ende des unbezahlten Urlaubs kommt eine sece Mitteilung, man/Frau komme gar nicht mehr zurück. Mein Fazit trotzdem: Der Mutterschaftsurlaub muss ausgebaut.

Kindergärtnerinnen
Unter dem Aspekt der Gleichstellung sind die Kindergärtnerinnen zu recht den Lehrpersonen lohnmässig gleichgestellt worden. Es hat jetzt aber auch die Konsequenz, dass sie auch die gleiche Ausbildung durchlaufen müssen. Viele in hohem Masse geeignete Jugendliche sind von diesem interessanten Berufsfeld nun ausgeschlossen.


Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche Ihnen eine spannende Tagung mit wertvollen Diskussionen und unserer schönen, spannenden und – aufstrebenden – Marktstadt Rorschach. Danke.

Rorschach, 21. Januar 2009

Guido Etterlin
Stadtrat

2009-12-22

Die Welt wieder in Ordnung

Von guidoetterlin @ 22:26 [ Allgemein ]
Ein Spielwarenhändler kam erschöpft von seiner Arbeit nach Hause. Seine 5jährige Tochter wollte ein Spiel mit ihm machen, er aber lieber die Zeitung lesen. Da zerriss er eine Zeitungsseite und meinte: „Schau mal, auf dieser Zeitungsseite ist eine Weltkarte mit allen Kriegsschauplätzen der letzten 100 Jahre. Jetzt bin ich gespannt, wie lange du brauchst, um dieses Puzzle zusammenzusetzen!“

Nur fünf Minuten später präsentiert ihm seine kleine Tochter das fertige Teil. Ganz erstaunt fragte er, wie sie das denn gemacht habe. „Ganz einfach“, meinte sie stolz, „auf der Rückseite von der kaputten Welt ist ein Bild von einem Menschen. Ich brauchte nur den Menschen in Ordnung zu bringen, und schon war auch die ganze Welt wieder in Ordnung.“


Wir und insbesondere alle Lehrpersonen arbeiten jeden Tag mit der „Rückseite vom Puzzle der Tochter des Spielwarenhändlers“ – unseren Schülerinnen und Schülern. Die Geschichte gefällt mir als Bild mit der Rückkopplung vom Menschen auf unsere Umwelt. Und so verstehe ich auch unseren Einsatz. Er ist darum so wichtig und wertvoll. Und dafür danke ich allen meinen Mitarbeitenden herzlich.

Ich wünsche allen frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr.


Mit freundlichen Grüssen

Guido Etterlin
Stadtrat/Schulratspräsident

Rorschach, 22. Dezember 2009

2009-12-16

Unsere Fachstelle

Von guidoetterlin @ 20:38 [ Reden ]
Aus dem Vorwort zum Jahresbericht unserer Fachstelle


Die Fachstelle als Kompetenzzentrum für Problemstellungen rund um die Familie

Kinder-, Jugend- und Erziehungsberatung direkt auf der Fachstelle, direkte niederschwellige Sozialarbeit und Präventionsprojekte in den Schulen und offene aber verbindliche Jugendarbeit im Jugendtreff Caferama, dem ehemaligen Kindergarten der Schule Rorschach auf Rorschacherberger Gemeindegebiet: Das sind die drei Kernaufgaben, welcher sich die Fachstelle seit nunmehr 8 Jahren annimmt. Seit zwei Jahren nimmt die Schulsozialarbeit innerhalb der Fachstelle einen grossen Stellenwert ein. Die Angebote sind denn auch gut eingeführt und bei den Kunden verankert.

Die Aufsichtskommission hat sich mit der Zukunft des Jugendtreffs auseinandergesetzt. Einerseits ist der ehemalige Kindergarten Rosenheim abbruchreif und stellt ein Sicherheitsrisiko dar andererseits sind die Lage und die Infrastruktur ideal für einen Treffbetrieb der beiden Gemeinden. Eine moderate Sanierung des Treffs würde rund eine viertel Mio. Franken kosten. Vor diesem Hintergrund hat die Aufsichtskommission bestimmt, dass der Treff in dieser Form mit Abstrichen in diesen Räumen die nächsten drei Jahre geführt wird und diese Zeit genutzt wird, eine Strategie für die Jugendarbeit im offenen Raum aufzubauen und daraus die Raumbedürfnisse abzuleiten. Das wird eine anspruchsvolle Arbeit. Dies soll aber dazu beitragen, dass mögliche notwendige Investitionsentscheide auf soliden langfristigen Grundlagen gefällt werden. So werden wir in der nächsten Zeit ausreichend Gelegenheit haben, die in der Öffentlichkeit wahrnehmbaren Begleiterscheinungen zu studieren. Im Fokus stehen dabei Gewalt, Litterung, Umgang mit Sexualität, Alkohol, Tabak und Drogen. Es scheiden sich jedoch die Geister, ob unsere heutigen Jugendlichen tatsächlich „schlimmer“ sind als früher. Tatsache ist, sie sind anders. Das aber liegt auch auf der Hand: Ihre Lebenswelt in der sie aufwachsen ist ja auch anders. Andere Möglichkeiten bringen andere Verhaltensweisen. Und nicht alles war früher tatsächlich besser. In der Aufarbeitung der aktuellen Situation wollen wir uns an der Aussage von Prof. Dr. Christian Reutlinger orientieren. Er stellt nämlich eine seit Jahrzehnten gültige Logik im Umgang mit Jugendproblemen fest und sagt: „Studiere die sichtbaren Jugendlichen und ihre Provokationen im öffentlichen Raum und du verstehst „die Jugend“ bzw. „das Jugendproblem.“ Und zur Hauptsache freuen wir uns an der überwältigenden grossen Mehrheit von jungen Menschen, die sich problemlos verhält, sich engagiert und vielfältig einsetzt.

Rorschach, 16. Dezember 2009

Guido Etterlin
Präsident der Aufsichtskommission der Fachstelle Jugend, Familie und Schule

2009-11-28

Umgang mit Vandalismus

Von guidoetterlin @ 00:03 [ Gedanken ]
Meine Antwort auf eine verärgerte Anfrage zu Vandalismus:

Grüezi Frau M.

Ich teile Ihre Auffassung und verurteile Sachbeschädigungen jeder Art. Sie haben demnach auch richtig gehandelt, dass Sie Strafanzeige gegen Unbekannt eingereicht haben. Das machen wir in der Schule konsequent. Unsere Schüler wissen, dass wir Gewalt, Sachbeschädigungen, sexuelle Belästigungen und Verstösse gegen das Drogengesetz nicht tolerieren. Dass es trotzdem vorkommt, ist leider – auch in anderen Schulen – Realität und eine Zeiterscheinung.

Was mir aber auch ein Anliegen ist: Es sind nicht immer unsere Schüler und Schülerinnen, die verantwortlich sind für alle Missetaten in der Stadt. Rorschach ist Zentrum der Region mit 25'000 Einwohnern und deshalb Treffpunkt von der ganzen Region. Sie schreiben deshalb ebenfalls richtig, WIR alle sind gefordert, die Schule, die Eltern, die Allgemeinheit und die Regionsgemeinden gemeinsam. Zudem orientiere ich mich auch gerne an der überwiegenden Mehrheit von jungen Menschen, die sich engagiert und kreativ in unsere Gesellschaft einfügen ohne straffällig zu werden.

In diesem Sinne grüsse ich Sie freundlich

Guido Etterlin

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Von: m.
Mittwoch, 25. November 2009 21:54
An: Etterlin Guido RORSCHACH
Betreff: Sachschaden an meinem Auto

Sehr geehrter Herr Etterlin

Heute morgen habe ich einen Sachschaden (Kratzer und Sterne) an meinem Auto festgestellt. Ich hatte meinen Wagen an der Burghaldenstrasse geparkt.

Bei der Polizei teilte mir der Beamte mit, dass der jugendliche Täter/in wohl nicht gefasst werden würde. Mein Garagist meinte, solche Täter würden nie gefasst. Meine Versicherung habe ich noch nicht kontaktiert.

Es hat mich sehr geärgert.

Jugendliche werden in Zukunft selbst ein Auto besitzen. Er/sie wird sich auch über Kratzer und Sterne ärgern.

Wird solch Thema in der Schule thematisiert? Sachschaden an fremden Eigentum? Oder ist dies Sache der Eltern?

Freundliche Grüsse
M.

2009-09-30

Einladung zur Vernehmlassung

Von guidoetterlin @ 19:52 [ Oberstufe ]
Der Schulrat hat als ersten Schritt für die Projektierung eines Oberstufenzentrums eine Machbarkeitsstudie erarbeitet. Er kommt damit dem Auftrag aus der Kreditgenehmigung an der Bürgerversammlung 2007 nach. Die Studie zeigt nun auf, dass auf dem Areal Burghalden unter Einbezug des Mariabergschulhauses das Oberstufenzentrum realisiert werden kann. Insgesamt könnten 46 Schulraumeinheiten zur Verfügung gestellt werden und eine strategische Reserve besteht ebenfalls. Das Konzept sieht vor, dass das Burghaldenschulhaus als Stammhaus für alle Oberstufenklassen genutzt wird und im ehemaligen Schulsekretariat und im Mariabergschulhaus der Fachunterricht angeboten wird. Insgesamt ist mit Kosten von gegen 8 Mio. Franken zu rechnen. Dabei nicht eingerechnet ist eine notwendige Ersatzlösung für die Schulräume im Mariabergschulhaus. In diesem Zusammenhang muss die Zukunft des Sekundarschulgebäudes geklärt werden. Im
Rahmen einer öffentlichen Vernehmlassung möchte der Schulrat die Tragfähigkeit dieses für die Schule wichtigen Projektes klären.

Die Frist läuft bis zum 31. Oktober 2009. Bei Fragen stehen der Schulratspräsident sowie die Mitglieder des Schulrates gerne zur Verfügung.

Und hier sind die Unterlagen:
Machbarkeitsstudie OZ
Vernehmlassung


Potenzial an der Flaniermeile rund um das Seerestaurant

Von guidoetterlin @ 19:49 [ Reden ]
Ich bin heute befragt worden, was mir persönlich das Seerestaurant mit Bezug auf unsere Stadt bedeutet:

"Im Sommer fahre ich manchmal mit dem Schiff nach Lindau. Man fühlt sich dort, wie wenn man im Tessin in den Ferien wäre. In Rorschach haben wir mit dem Seerestaurant, der neuen Hafenkante, der Kornhausbar, der Badehütte und dem Arion beste Voraussetzungen, unseren Gästen und allen Einheimischen ein ebenso vielfältiges und erlebnisreiches Angebot zu bieten.
Das soll aber nicht heissen, man könne nur im Sommer nach Rorschach kommen. Im letzten Winter war ich an einem nebligen Tag im Seerestaurant an einer Veranstaltung. Das war ein ganz spezielles Erlebnis mit einer Stimmung wie auf einem grossen Schiff. Grossartig!"

Rorschach, 30. September 2009

Guido Etterlin
Stadtrat und Schulratspräsident

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