2012-04-11

Bürgerversammlung 2012

Von guidoetterlin @ 20:49 [ Reden ]
Rede an der Bürgerversammlung 2011, am 26. März 2012, im Stadthof Rorschach

ES GILT DAS GESRPOCHENE WORT
Sehr geehrte Damen und Herren
Lieber Rorschacherinnen und Rorschacher


Ich habe Sie vor einem Jahr eingeladen, einen Blick reinzuwerfen in die Internationale Musische Tagung, die in Rorschach stattgefunden hat. Im Jahresbericht auf den Seiten 36 bis 48 geben wir Ihnen einen bildhaften Eindruck von dieser Grossveranstaltung. Hunderte Schüler und Schülerinnen, Dutzende Lehrpersonen sowie etwa 5‘000 Besuchende aus der gesamten Bodenseeregion gaben sich in Rorschach ein Stell-Dich-Ein. So darf ich denn feststellen, dass die IMTA auf allen Ebenen ein grosser Erfolg war. Die gute Zusammenarbeit hat die Schulen Rorschach, Rorschacherberg, Goldach und Thal näher zusammengebracht.
Überwältigend war die wiederum vorbildliche Gastfreundschaft der Rorschacher. Ich durfte das erleben als Verantwortlicher für das Ressort Infrastruktur. So war es denn u.a. meine Aufgabe, die eintägige Sperrung der Mariabergstrasse und der Seminarstrasse für sämtliche Zufahrten zu organisieren, damit wir dort die Festmeile einrichten konnten. Sämtliche Anwohner und Anwohnerinnen haben spontan und unkompliziert Hand geboten. An dieser Stelle bedanke ich mich bei allen Anwohnern für das Entgegenkommen und allen Beteiligten für das Engagement.


Rechnung und Budget Schule
Zur Rechnung verweise ich auf Seite 55 des Jahresberichtes. Die Besserstellung um rund CHF 300‘000 oder knapp 2% gegenüber dem Budget ist auf drei wesentliche Positionen zurückzuführen:
-CHF 100‘000, weniger Strom und Heizölkosten als budgetiert und insbesondere günstiger eingekauft
-CHF 65‘000, nur 1,5 Kleinklassen Oberstufe (auslaufende Regelung Werkjahr)
-CH 84‘000, weniger Sonderschüler (Wegzüge)

Zum Budget verweise ich ebenfalls auf die Ausführungen im Jahresbericht. Die Mehrkosten gegenüber Vorjahr begründen sich im wesentlichen durch folgende Positionen:
CHF 100‘000, für Stufenanstiege, keine Teuerung
CHF 180‘000 für neue Mittelstufenklasse ab Sommer und die vollen Kosten der zus. Unterstufenklasse vom letzten Jahr
CHF 80-100‘000 für Kostenverschiebung Sonderschulkosten durch Kanton
CHF 130‘000 für erhöhten Liegenschaftenunterhalt
CHF 30‘000 Projekt Erste Schuljahre, näheres später
CHF 30‘000 Neuanschaffung von Barren in allen Turnhallen (Sicherheit, sind 30 Jahre und älter)


Sanierung Burghaldenschulhaus
Nach der Renovation der 4 Schulzimmer, der beiden Gruppenräume und die Modernisierung der NT-Infrastruktur im Osttrakt der Sekundarschule unterbreiten wir der Bürgerversammlung einerseits einen Investitionsantrag für die Ausstattung der Realschule mit zeitgemässen Unterrrichtsmaterialien für den Natur- und Technikunterricht. Andererseits beantragen wir Ihnen einen Planungskredit von CHF 400‘000 für die Innensanierung des Burghaldenschulhauses. Wenn Sie der Gewinnverteilung bei der Abstimmung über die Rechnung zustimmen, wäre ein stattlicher Teil dieser Investition auch bereits finanziert.
Doch mir geht es vor allem darum, Sie darauf vorzubreiten, dass die gesamte Haustechnik im Burghaldenschulhaus saniert werden muss. Diese stammt nämlich aus dem Jahr 1973 und wird nächstes Jahr 40 Jahre alt. Störungen sind nicht dramatisch, gehören jedoch zum Alltag. Zudem müssen wir für die Schulküchen nun endlich eine befriedigende Lösung finden, weil das Provisorium in der Sekundarschule nicht mehr befriedigt und der Entscheid aus der Machbarkeitsstudie Oberstufenzentrum den Bedarf für eine Schulküche auf dem Burghaldenareal ausgewiesen hat.

Projekt „Erste Schuljahre“
Ein geglückter Schulstart ist für die Schulkarriere von jedem Kind von grosser Bedeutung. Landauf und landab sind deshalb die Schulen gefordert, die Rahmenbedingungen für die Kinder zu verbessern. Wir haben nach dem negativen Basisstufenentscheid des Kantonsparlamentes nun die Lösung für Rorschach in Greifnähe. Wir beabsichtigen nämlich auf das Modell „KIDS“ der Stadt St. Gallen umzustellen. Demnach entfallen die Einführungsklassen und nach zwei Jahren Kindergarten ist i.d.R. klar, dass die Kinder in die erste Klasse übertreten. Sie absolvieren dann in ein bis drei Jahren die erste und die zweite Klasse. Dies fordert von den betroffenen Lehrpersonen einiges an Umstellungsaufwand und gleichzeitig müssen wir mit den Mittelstufenlehrpersonen klären, wie wir das Schulsystem von der 3. bis zur 6. Klasse organisieren. Der definitive Entscheid fällt im Sommer. Wir werden dann zu einem Stadtapero einladen.

Zukunft Impulsschule
Es war nicht vorauseilender Gehorsam als wir letztes Jahr keine Erst-Kindergartenkinder der Basisstufenklasse zugeteilt haben, es war vielmehr die ausserordentliche personelle Situation an der Impulsschule der PHSG, welche diese Massnahme notwendig macht. Mit dem Befehl aus St. Gallen passt das nun überein und es werden ab kommendem Sommer keine Kindergärtler mehr an der Impulsschule unterrichtet. Ganz aktuell befinden wir uns im Finale mit den Verhandlungen über die Zukunft der PH-Kleinschule mit Rektor Dr. Erwin Beck, Prof. Jürg Sonderegger und Schulleiter Thomas Birri. Es gilt zu entscheiden, ob die Schule als eigenständige Kleinschule weitergeführt wird oder ob sie in die Schule Rorschach integriert wird. Ich bitte Sie um Verständnis, dass wir zuerst alle betroffenen Eltern, Kinder und Lehrpersonen informieren werden und anschliessend die Öffentlichkeit.

Meinen Kolleginnen und Kollegen im Schulrat danke ich herzlich für die sehr gute Zusammenarbeit. Ihnen allen – sehr verehrte Damen und Herren – danke ich für die Aufmerksamkeit. Bei Fragen und für ergänzende Auskünfte stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Rorschach, 26. März 2012
Guido Etterlin, Stadtrat und Schulratspräsident Rorschach

Wir fangen unten an

Von guidoetterlin @ 20:41 [ Reden ]
Vorwort aus dem Jahresbericht 2011 unserer Schule:

Wir fangen „unten“ an!

Liebe Rorschacherin, lieber Rorschacher

Eine glückliche Schulkarriere beginnt früh. Deswegen sind Verbesserungen an der Schnittstelle zwischen Kindergarten und Unterstufe überall ein Thema. Und der kantonale Erziehungsrat hat – wenn auch mit einigen Jahren Verspätung – nun Klarheit geschaffen, dass die Basisstufe nicht eingeführt wird. Wir haben unsere Ausgangslage bereits geklärt und mit den betroffenen Lehrpersonen ein Projekt gestartet. Gemeinsam haben wir die Absicht, unser Einschulungssystem zu vereinfachen und das Modell KidS, das in der Stadt St.Gallen entwickelt worden ist, zu übernehmen.

Auf der anderen Seite endet eine glückliche Volksschulkarriere in der Oberstufe. Auch dieses Schulmodell mussten wir überprüfen, weil der Erziehungsrat ein revidiertes Oberstufenmodell verabschiedet hat. Dieses hält an der strikten Trennung von Sekundar- und Realschule fest. Innerhalb dieser Prämisse kann jede Schule frei wählen, wie sie ihre Durchlässigkeit gestalten möchte. Der Schulrat ist mit allen Beteiligten zum Schluss gekommen, dass wir die Oberstufe im Moment so belassen, wie sie aufgestellt ist. Selbstredend ist natürlich, dass wir mit diesem Entscheid in der Schulentwicklung nicht stillstehen werden, sondern mit geeigneten Lösungen parat sind.

Abschliessend erlaube ich mir einen Hinweis auf ein Kostenverschiebungsprojekt des Kantons. Der Kanton möchte nämlich die Sonderschulbeiträge der Gemeinden erhöhen von derzeit CHF 21‘000 auf CHF 38‘000. Mit der Pauschale von CHF 21‘000 pro Schüler, der wegen einer Behinderung nicht die Regelschule besuchen kann, war auch ein Solidaritätsgedanke verbunden, weil Zentrumsorte und Orte mit einer Sonderschule mehr Sonderschüler haben. Rorschach ist beides. So werden wir im Vergleich zu unseren Nachbargemeinden überproportional belastet. Das bedaure ich sehr.


Rorschach, 1. März 2012

Guido Etterlin
Stadtrat, Schulratspräsident

Und hier der gesamte Bericht: Jahresbericht 2011 Schule Rorschach

2012-03-02

Danke für die Lesebänke

Von guidoetterlin @ 17:06 [ Allgemein ]
Dank an die HPV für ihr Geschenk anlässlich ihres 60jährigen Bestehens


Sehr geehrter Herr Kappeler

Sie feiern dieses Jahr das 60jährige Bestehen des HPV. Dazu gratulieren wir Ihnen und allen Beteiligten im Namen des Schulrates sehr herzlich. Der HPV ist für die gesamte Region eine wichtige Institution, sei es als Schule für Kinder mit besonderen Bedürfnissen, als Ausbildungsstätte oder als Arbeitgeberin. Als Schule Rorschach pflegen wir ebenso äusserst angenehme Beziehungen zwischen den Institutionen und auf persönlicher Ebene. So sind wir jedes Jahr im Wiggenhof zu Gast mit einer Schulratssitzung und anschliessendem Nachtessen. Ihre neuen Räumlichkeiten an der Splügenstrassen durften wir für unser Schuljahresschlussessen nutzen und seit Jahren restaurieren Sie in Ihren Werkstätten für uns in die Jahre gekommene Schülertische.

Dass Sie uns aus Anlass ihres Jubiläums in Form von ästhetisch hervorragend gestalteten und robusten Lesebänken für unsere drei Schuleinheiten beschenken, finden wir nicht selbstverständlich. Wir sprechen Ihnen im Namen des Schulrates unseren allerbesten Dank aus.

Rorschach, 28. Februar 2012

Guido Etterlin, Stadtrat

2012-01-07

Alles Gute im 2012

Von guidoetterlin @ 21:08 [ Reden ]
Kurzansprache am Neujahrsfest des tamilischen Kulturvereins in der Mehrzweckhalle im Rorschacherberg:


Es gilt das gesprochene Wort

Liebe tamilische Gemeinde
Sehr geehrter Herr Präsident
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kinder

Ich danke Ihnen für Ihre freundliche Einladung zu ihrem Neujahrsfest. Ich habe dieser sehr gerne Folge geleistet und wünsche Ihnen hiermit an erster Stelle im Namen der Stadt Rorschach und insbesondere im Namen der Schule Rorschach von Herzen alles Gute zum Neuen Jahr. Ich wünsche Ihnen allen Gesundheit, Wohlergehen und dass ihre Wünsche sich erfüllen mögen.

Auch ich wollte nicht mit leeren Händen bei Ihnen erscheinen und habe ihrem ehrenwerten Herrn Präsidenten zwei Geschenke mitgebracht. Zum einen einen Blumenstrauss. Zum anderen ein Buch. Ich möchte Ihnen die wunderbare Geschichte über den KOCH von Martin Suter schenken. Sehr einfühlsam hat der Autor die zwei verschiedenartigen Welten beschrieben, in der sich ein tamilischer Koch hier bei uns in der Schweiz bewegt. Seine Kochkünste sind von höchster Güte. Da erinnere ich mich natürlich immer noch sehr gerne an das Schulschlussessen im vorletzten Sommer. Wir wollten kulinarisch etwas anderes und kamen mit Matthias Kündig auf die Idee eines tamilischen Buffets. Am Schluss war vermutlich der halbe Kulturverein von Ihnen im Einsatz inkl. Service und einer eindrücklichen Darbietung einer ehemaligen Schülerin von uns. Von diesem Essen schwärmen wir heute noch, wenn wir daran denken. Das war eine sehr gelungene Begegnung unserer beider Kulturen.
Im Anhang zum Buch über den tamilischen Koch sind die Rezepte detailliert beschrieben. Meiner Frau und mir ist es aber noch nicht gelungen, diese befriedigend nachzukochen. Da müssen WIR noch besser werden oder aber sie eröffnen hier ein solches Restaurant.
Zurück aber zur Geschichte: Diese zeigt – sehr einfühlsam erzählt – das Dilemmra auf, dem der Koch hier in der Schweiz täglich ausgesetzt ist. Für mich als Leser sehr wertvoll, in eine solche Welt einzutauchen und sich vorzustellen, wie sich das anfühlt. Das ist wichtig für das gegenseitige Verständnis. So wäre ich aber sehr gespannt auf eine Geschichte von einem tamilischen Autoren. Ich bin sicher, es gibt in der schweizerischen tamilischen Gemeinde begabte Personen, die sich vielleicht diesem Thema schon angenommen haben. Wenn Sie mir einen geeigneten Literaturtip haben, bin ich sehr dankbar dafür. Ich würde mich sehr dafür interessieren.

Ich danke Ihnen nochmals herzlich für die Einladung, wünsche Ihnen einen gelungenen Abschluss ihres Festes und alles Gute im 2012.

Rorschach, 7. Januar 2012

Guido Etterlin, Stadtrat/Schulratspräsident

2011-12-19

Ein neues Jahr

Von guidoetterlin @ 14:05 [ Reden ]
Ein neues Jahr

Ein neues Jahr! Tritt froh herein,
mit aller Welt in Frieden;
vergiss, wie viel der Plag und Pein
das alte Jahr beschieden!
Du lebst: Sei dankbar, froh und klug,
und wenn drei bösen Tagen
ein guter folgt, sei stark genug,
sie alle vier zu tragen.
von Friedrich Wilhelm Weber, 1813-1894


Liebe Leserin, lieber Leser

Die stillen Tage um den Jahreswechsel nutzen wir oft, um in Ruhe Bilanz zu ziehen und uns Gedanken für die Zukunft zu machen. Weihnachten und Neujahr nutzen wir aber auch, um uns mit unseren Nächsten - der Familie, unseren Partnern und Freunden - zu treffen. Die Begegnung, das Wiedersehen und die Gemeinschaft sind oftmals das schönste Geschenk, können mitunter beitragen, den einen oder anderen „bösen“ Tag zu tragen.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Angehörigen frohe Festtage sowie Glück, gute Gesundheit und Zufriedenheit im neuen Jahr.

Mit den besten Festtagsgrüssen

Guido Etterlin

Rorschach, 20. Dezember 2011

Oberstufenentscheid 2012

Von guidoetterlin @ 14:02 [ Oberstufe ]
Oberstufenentscheid 2012 des Schulrates Rorschach vom Dezember 2011:

Der Erziehungsrat des Kantons St.Gallen lancierte am 5. November 2009 die Diskussion über die Weiterentwicklung der Oberstufe. Im Vordergrund der Strukturdiskussion stand ein Oberstufenmodell mit Niveauklassen.

Folgende pädagogische Modelle sind auf das Schuljahr 2012/13 explizit möglich:
· Das additive Modell stellt eine strikte Trennung zwischen Real- und Sekundarschule dar.
· Das kooperative Modell ohne Niveaufächer trennt die Realschule von der Sekundarschule, erlaubt aber eine Zusammenarbeit in den Wahlfächern, bei Anlässen wie Sporttagen oder Sonderwochen etc.
· Im kooperativen Modell mit Niveaufächern werden die Stammklassen nach wie vor in Sekundar- und in Realschule aufgeteilt. Niveaugruppen in Mathematik und Englisch erlauben, dass Schülerinnen und Schüler mit einseitigen Begabungen in einem Teil der Fächer in einem anderen als dem Stammniveau unterrichtet werden.

Das Oberstufenteam hat die Situation in Rorschach sehr genau analysiert und der Pädagogische Kommission ein auf Rorschach zugeschnittenes pädagogisches Modell zur Überprüfung vorgelegt. Der Schulrat hat in der Folge entschieden, das kooperative Modell ohne Niveaufächer in Rorschach beizubehalten. Weiter hat der Schulrat festgelegt, dass der Entscheid in fünf Jahren überprüft werden muss.

Im kooperativen Modell mit Niveaufächern werden die Stammklassen nach wie vor in Sekundar- und Realschule aufgeteilt. Sollen Schülerinnen und Schüler mit einseitigen Begabungen in Englisch und/oder Mathematik in Niveaugruppen unterrichtet werden, müssen sie dazu die Schulhäuser wechseln. Dieses stetige Hin und Her behindert aber den ordentlichen Unterricht in grossem Masse und zerreisst das Klassengebilde. Das Oberstufenteam sucht im kooperativen Modell ohne Niveaufächer die Zusammenarbeit in Wahlfächern und in Anlässen wie Sporttagen und Sonderwochen. Bedingt durch die gemeinsame Schulleitung finden die Weiterbildungen und die nötigen Absprachen in den Stufen grösstenteils gemeinsam statt. Zudem ist von grosser Wichtigkeit, dass die pädagogische Entwicklung in den bestehenden Strukturen auf die Schulsituation in Rorschach zugeschnitten ist. Die Erfahrung vor Ort hat gezeigt, dass der Übertritt nach einem Jahr Realschule in die Sekundarschule erfolgreich ist. Im kooperativen Modell mit Niveaufächern wäre dieser „Umweg“ nicht mehr vorgesehen. Bereits seit Beginn des Schuljahres 2011/12 hat eine zukunftsweisende Entwicklung eingesetzt mit der Bildung von Lehrpersonenteams, die gemeinsam die Verantwortung für einen Jahrgang tragen und offene Unterrichtsformen zur Umsetzung bringen, damit die Schülerinnen und Schüler verstärkt ihrem persönlichen Lernstand entsprechend gefördert werden.

Das sind unsere Gründe für den Oberstufenentscheid 2012:
1. Keine Modelländerung auf der Oberstufe, wir forcieren die pädagogische Entwicklung in den bestehenden Strukturen
2. Der bestehende Umweg über die 1. Real in die 1. Sek. ist erfolgreich
3. Sek und Real müssen sich näherkommen, die gemeinsame Schulleitung trägt diesen Auftrag
4. Wir bleiben mittelfristig auf zwei Oberstufenschularealen und wir wollen kein stetiges Hin und Her.


Rorschach, 17. Dezember 2011

Guido Etterlin
Schulratspräsident

2011-10-30

Willkommen in der A(ufschwung)-Stadt Rorschach

Von guidoetterlin @ 14:29 [ Reden ]
Es gilt das gesprochene Wort

Sehr geehrte Frau Präsidentin und sehr geehrte Herren Präsidenten
Sehr geehrte Damen und Herren Erziehungsräte
Sehr geehrte Delegierte
und geschätzte Damen und Herren

Erste Nebelschwaden über der Region Rorschach künden den Anfang der kalten Jahreszeit an und schon schlägt das Grippevirus unbarmherzig zu. Gar respektlos war dieses Virus, hat es doch unseren Stadtpräsidenten Thomas Müller flachgelegt und ich weiss seit genau einer Stunde, dass ich Sie hier in Rorschach sehr herzlich willkommen heissen darf.

Als Stadtrat und Schulratspräsident der Stadt Rorschach freue ich mich, dass der Kantonale Lehrer- und Lehrerinnenverband Rorschach als Tagungsort auserkoren hat.

Rorschach ist Zentrum einer grossen Agglomeration mit rund 30'000 Einwohnenden und Bildungsstadt. Hier sind neben unserer Volksschule wichtige pädagogische Institutionen beheimatet und haben Ausstrahlung weit über die Stadtgrenzen hinaus. Es sind dies:
- die Pädagogische Hochschule mit der Primarlehrpersonenausbildung
- die schweizerische Hochschule für Logopädie
- die Berufsschule für gewerbliche und kaufmännische Berufe
- vorerst noch die Fachhochschule für Soziale Arbeit
- und die wichtige Bildungsinstitution für Kinder mit geistigen Behinderungen die HPV mit ihren geschützten Arbeitsstätten und dem Wohndörfli.

Seien Sie ehrlich: Wenn Sie an Rorschach denken und ich von einer A-Stadt spreche, denken Sie an Ausländer, Ausgesteuerte, Alkokoliker, Ausgegrenzte usw. Ich aber meine etwas ganz anderes wenn ich sage „Rorschach als A-Stadt, der Stadt für den AUFSCHWUNG“.

Zum Thema Aufschwung gibt es zwei Thesen. Einerseits symbolisieren Kranen den Aufschwung. Bei Ihrer Reise hier nach Rorschach konnten Sie diese markanten und zahlreichen Zeichen des baulichen Aufschwungs nicht übersehen. Darauf möchte ich aber nicht eingehen. Nach meiner zweiten These beginnt der Aufschwung im Kopf und er wirkt auch nur dort nachhaltig! Ich meine damit alle Aspekte, die unser Zusammenleben und das Zusammenwirken in unserer Stadt ausmachen. Und dazu möchte ich Ihnen ein Projekt vorstellen, das wir mit grossem Engagement seit nunmehr drei Jahren sehr intentsiv bearbeiten. Ich rede vom Projet Urbain.

Gemeinsam mit Bund und Kanton haben wir ein nachhaltiges Quartierentwicklungsprojekt für das Zentrum von Rorschach entwickelt. Zentraler Baustein dabei ist neben einigen baulichen Veränderungen die Verbesserung der Sozialen Interaktion. Selbstredend gehört dies zu den Kernkompetenzen meiner Schule. Jeden Tag sind alle meine Lehrpersonen und die Schulleitungen von neuem gefordert und hoch motiviert, die weichen Kernthemen zur Integration und zur Verbesserung des Zusammenwirkens anzugehen. Eine nachhaltige Veränderung ist aber nicht ausschliesslich in der Schule möglich und so bin ich erfreut, dass wir dies im Gesamtrahmen unter Einbindung aller Beteiligter in diesem Projekt gemeinsam machen können. Seit fast zwei Jahren arbeitet eine Sozialarbeiterin in einem Quartierbüro. Sie vernetzt die Quartierbewohnenden, nimmt deren Anliegen und Sorgen ernst und vermittelt Kontakte, organisiert Aktivitäten und Anlässe gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern. Demnächst werden wir einen Quartiertreff eröffnen können. Im Sprachencafe treffen sich Frauen jeglicher Herkunft, tauschen sich aus, helfen sich gegenseitig und verbessern nebenbei ihre Sprachkenntnisse. Im Rahmen des Projets Urbains war es möglich, dass wir ein Frühförderprojekt lancieren konnten, wo wir Eltern mit ihren dreijährigen Kindern unterstützen in der wichtigen Erziehungsarbeit. Ganz ohne Kran geht es auch im Projet Urbain nicht. Wir möchten das Kerngebiet Kinder- und Familienfreundlicher gestalten. So ist die Idee von sogenannten Pocket Parks entstanden. Wir möchten im Zentrum drei oder vier Liegenschaften erwerben und abbrechen. In diesen Baulücken möchten wir grüne Oasen schaffen, wo Begegnung und Austausch möglich werden. Noch spannender ist das Projekt an unserer Gehrenstrasse. Ich lade Sie herzlich ein, im Anschluss an die Veranstaltung einen Spaziergang dorthin zu machen. Sie werden sich vorstellen können, die Quartierstrassen im Stadtzentrum sind zur Hauptsache verstellt mit parkierten Autos. Diese dominieren den Aussenraum. Ein strenger Vorgartenschutz im lokalen Bauregelement hat zudem die bauliche Entwicklung teilweise erschwert. Daraus hat man sich nun aber eine Tugend gemacht. An der Gehrenstrasse entsteht von Vorgarten zu Vorgarten unter Einbezug der gesamten Strasse und der Trottoirs eine neue Verkehrsfläche als Wohnstrasse. Zu Beginn und am Ende der Strasse bekommen die Autos ihre Abstellflächen und im mittleren Dritten entsteht eine weitere Oase mit Grün und Freiflächen, die der Begegnung dienen und den Kindern als Spielplatz. Das Konzept wurde partizipativ mit dem Quartierbewohnenden entwickelt. Wenn das Pionierprojekt an der Gehrenstrasse alle Erwartungen erfüllt, werden wir weitere Strassen so umgestalten.

Sie sehen also, wir arbeiten intensiv am Aufschwung – vor allem in den Köpfen. Wenn Sie inskünftig von Rorschach als A-Stadt sprechen, denken Sie bitte daran: A wie AUFSCHWUNG und nichts anderes.

Damit genug über Rorschach. Wenn ich schon hier vor so einem hochkarätigen Publikum sprechen darf, erlauben Sie mir zwei Bemerkungen.

Ich hoffe, dass der Kompromiss zum revidierten Berufsauftrag die Akzeptanz des Kantonsrates finden wird. Allerdings mache ich mir Sorgen um die in Aussicht stehenden Kompensationen in der Lektionentafel und ich wünsche mir, dass der Erziehungsrat diese mit der notwendigen Umsicht machen wird. Der Abbau von Lektionen sollte mit der Anpassung von Lehrplanzielen einhergehen. Die Lektionentafel Oberstufe wird wohl etwas unrühmlich in die Geschichte eingehen. Noch vor Inkraftsetzung, muss diese bereits geändert werden. Wenn das nur gut kommt.

Erlauben Sie mir einen Hinweis zu den Sonderschulbeiträgen zu Lasten der Schulträger. Der Kanton verwechselt leider im wiederholten Falle Sparen mit Lastenverschiebungen an die Gemeinden. So ist das auch bei den Sonderschulbeiträgen der Fall. Zudem besteht die Gefahr, dass eine bestehende und allseits anerkannte Solidarität zwischen den Gemeinden verloren geht. Das finde ich schlicht unverantwortlich. Konkret geht es darum, dass wir für einen Sonderschüler neu CHF 24'000 bezahlen werden, also einen Drittel der Kosten und der Kanton trägt 2/3 der der Kosten. Dies ist aber auch wichtig. Wir stellen nämlich fest, dass Schulen im Einzugsgebiet einer Sonderschule deutlich mehr Sonderschüler haben, weil die betroffenen Eltern ihren Wohnsitz in die Nähe der Sonderschule verlegen. Das ist auch richtig so. Es geht nun aber nicht an, dass diese Gemeinden einseitig wieder die Zeche bezahlen sollen. Stellen Sie sich vor, von rund 38 Sonderschülern der Stadt Rorschach sind deren 9 (!) bereits von auswärts mit einer rechtskräftigen Sonderschulverfügung zugezogen. Ich plädiere deshalb eindringlich dafür, dass der Kanton mit einseitigen Kostenverschiebungsbestrebungen zu Lasten der Gemeinden nicht die gelebte und wichtige Solidarität unter den Gemeinden aushebelt. Die in Aussicht stehende Erhöhung der Sonderschulbeiträge auf CHF 38'000 ist für mich deshalb inakzeptabel. (*)

So nun genug meiner Ausführungen. Ich wünsche Ihnen eine sehr erfolgreiche Tagung und einen angenehmen Aufenthalt in der Aufschwung-Stadt Rorschach. Gleichzeitig bitte ich um Nachsicht, dass ich die Veranstaltung wieder verlassen muss, weil ich um 10 Uhr eine nächste Verpflichtung habe. Danke für Ihre Aufmerksamkeit.


Rorschach, 29. Oktober 2011

Guido Etterlin
Stadtrat und Schulratspräsident


(*) Bei meinen Ausführungen habe ich irrtümlicherweise den Betrag von CHF 44'000.00 erwähnt. Es handelt sich hiebei aber um den geplanten Kostenbeitrag der Gemeinden bei vormundschaftlichen Heimeinweisungen.

2011-09-02

Bloss keine Zweckheirat

Von guidoetterlin @ 17:21 [ Stadtpolitik ]
Guido Etterlin im Interview mit den «Bodensee Nachrichten» über Auswirkungen einer möglichen Fusion der Schulen

Wäre die Gemeindefusion nach Idee der «IG Stadt am See» tatsächlich noch ein Thema, dann müsste man dringend anfangen, über die Auswirkungen zu sprechen. Wir machen den Anfang mit einem Interview mit Guido Etterlin über die Fusion der drei Schulen.
Herr Etterlin, die Gemeindefusion Rorschach, Rorschacherberg und Goldach scheint aktuell kein Thema mehr zu sein. Auf was wartet man genau?

Guido Etterlin: Es ist momentan ruhig, das ist absolut richtig.

... obwohl die Meinungen eigentlich gemacht sind. Ich spreche von den Ortsparteien, die sich dafür ausgesprochen haben, aber auch vom Gewerbe, das eine Fusion begrüssen würde. Nagt man immer noch an der missglückten Abstimmung über Fusionsverhandlungen zwischen Rorschach und Rorschacherberg vor zwei Jahren?

Nein, das glaube ich nicht. Man kann da zwar geteilter Meinung sein, aber vor zwei Jahren, als man in den Vorbereitungen für eine Fusionsabstimmung stand, hat man untersucht, ob es eine Chance gibt, die drei Gemeinden zu fusionieren. Damals kam ans Licht, dass die Unterschiede der drei Gemeinden, insbesondere zwischen Rorschach und Goldach klar zu gross sind und eine Fusionsabstimmung zum scheitern verurteilt gewesen wären. Das Beratungsunternehmen «OBT» aus St. Gallen hatte dieses Gutachten erarbeitet.

Eine Gemeindefusion würde auch eine Fusion der drei Schulen mit sich bringen. Inwieweit haben Sie sich als Schulratspräsident der Schule Rorschach mit diesem Thema befasst?

Noch wenig. Denn die beiden Schulen in Rorschach und Goldach sind ja seit der Einführung der Einheitsgemeinde ein Teil der jeweiligen politischen Gemeinden. Und da es offensichtlich noch nicht zu definitiven Fusionsgesprächen zwischen den Gemeinden gekommen ist, halte ich es für verfrüht, wenn die Schule separat Pläne für eine Fusion schmieden würde.

Man hat sich noch keine Gedanken gemacht, wie eine fusionierte Schule aussehen würde?!

Wie die fusionierte Schule konkret aussehen würde und wie sie geführt werden würde, ist noch nicht besprochen worden. Man muss sehen: Die Schulen haben sich in den letzten Jahren stark verändert, vor allem mit Blick auf die Schaffung von Professionalisierung der Schulleitungen. Ich denke aber, bei einer Fusion gäbe es mindestens in der Führungsebene der Schule keine grossen Veränderungen, aber eine intensivere Zusammenarbeit....

Ausser, dass beispielsweise Schulleiterstellen zusammengelegt werden könnten – mit Blick auf die unterschiedlichen Steuerfüsse wäre das nicht uninteressant.

Da widerspreche ich Ihnen! Ich glaube nicht, dass Schulleiterstellen bei einer Fusion eingespart werden könnten. Schliesslich bleibt die Anzahl Schulhäuser bestehen und auch die Schülerzahl bliebe unverändert hoch. Da die drei Schulleiter alleine in Rorschach jeweils ein Pensum von mindestens 70 Prozent haben, gäbe es bei einer Zusammenlegung Pensen von weit über 100 Prozent. Sie sehen, da liegt kaum Einsparungspotenzial drin. Zudem muss die Schulleitung direkt vor Ort wirken.

Sie meinen also, dass die aus den Gemeinden Rorschach, Rorschacherberg und Goldach fusionierte «Stadt am See» neun Schulleiter stellen würde. Ist das nicht übertrieben viel?
Nein, diese werden zweifellos benötigt. Mit Blick auf andere Schulen im Kanton wäre die fusionierte Schule der «Stadt am See» eine der grösseren – gemessen an den Schülerzahlen. Man muss einsehen, dass eine so grosse Schule eben auch grösseren Aufwand verursacht, möchte man sie erfolgreich führen.

Es gäbe aber noch andere Kaderpositionen in der Schule. Beispielsweise gibt es heute die drei Schulratspräsidenten Andreas Gehrig, Andreas Roth und Sie. Bei einer Fusion würden zwei Stellen obsolet...

Das ist klar. Es braucht ja dann nicht mehr drei Behörden, sondern nur noch eine.

Ein grosser Budgetposten würde sich verringern.

(lacht) Sicher! Vielleicht würde ich dann meine Aufgabe verlieren. Ich habe ein Pensum von 70 Prozent, mein Kollege aus Goldach hat in etwa dasselbe, nur in Rorschacherberg ist das Pensum des Schulratspräsidenten kleiner. Wobei sich auch dort eine Veränderung abzeichnet, weil man auch in Rorschacherberg eine Einheitsgemeinde einführen will. Ich erlaube mir zudem den Hinweis auf die Fusion Rapperswil-Jona. Dort sind Präsidiums-Pensen umgelagert worden in die pädagogische Führung. Insgesamt dürfte das nicht viel billiger dafür aber effizienter geworden sein.

Was gäbe es für Vorteile für Direktbetroffene, also Eltern und Schüler, wenn die Schule fusioniert würde?
Ich sage immer: Schule findet im Klassenzimmer statt. Bei einer Fusion sollten und würden dort wohl kaum Veränderungen wahrzunehmen sein. Was ich mir vorstellen könnte, ist, dass den Schülern in der Nähe von Gemeindegrenzen ein kürzerer Schulweg ermöglicht werden könnte, weil das Schulhaus in Goldach beispielsweise für gewisse Schüler näher liegen würde als das Schulhaus in Rorschach oder umgekehrt. Sind die Gemeindegrenzen aufgehoben, sind es auch die Grenzen zwischen den Schulhäusern. Für die Schule selbst würden auch Vorteile entstehen. So könnte beispielsweise der Schüleraustausch vereinfacht werden. Vor allem in Situationen, wo man in einer Gemeinde in einer Klasse zu viele Kinder hat, in einer anderen Gemeinde in derselben Klasse aber zu wenig, käme das zum, weil man dann einfacher reagieren könnte.

Der Schüleraustausch kann für Eltern und Schüler aber auch zum Fluch werden.
Es ist mir bewusst, dass dieses Thema sehr sensibel ist. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass man mit Eltern sehr sorgfältig klären muss, ob und wie ein Schüleraustausch vonstatten gehen soll. Was sicher nicht stattfinden würde, wäre, dass man grosse Gruppen an Schülern beispielsweise von Rorschacherberg nach Goldach verschieben würde. Die Schulkreise sollen bestehen bleiben.

Sie sind Mitglied der «IG Stadt am See». Wann, glauben Sie, kommt das Thema Fusion wieder vors Volk?
Ich kann mir vorstellen, dass wir in fünf bis zehn Jahren soweit sein werden.

Und bis dann hat man das Problem der verschiedenen Steuerfüsse geregelt?
Ich möchte eines klarstellen: Ich bin davon überzeugt, dass eine erfolgreiche Fusion nicht nur vom geringstmöglichen Steuerfuss abhängig ist. Man muss zu den anderen Gemeinden «Ja» sagen können und selber ein Teil davon werden wollen. Eine Zweckheirat, nur aus finanziellen Gründen, wird kaum Erfolg haben.

Interview: Flavio Razzino, Bodensee-Nachrichten

2011-07-20

Sommerbild mit Regenbogen

Von guidoetterlin @ 23:31 [ Allgemein ]
Regenbogen ueber Rorschach

Mit diesem Bild verabschiede ich mich in die Sommerferien.

Übrigens: Entstanden ist es am Examenessen vom Dach der HPV mit Blick gegen Osten. Der doppelte Regenbogen reicht exakt von einer Grossbaustelle zur anderen.

Examenessen - Pensionierung von Vre Hirzel

Von guidoetterlin @ 23:15 [ Reden ]
Rede zum Abschluss des Schuljahres 2010/11 auf dem Dach der HPV an der Splügenstrasse
ES GILT DAS GESRPOCHENE WORT

Liebe Kolleginnen und Kollegen
liebe Gäste

184 Anmeldungen zum Examenessen. Ein neuer Rekord. Ich heisse Sie alle im Namen des Schulrates herzlich willkommen.

Einen speziellen Gruss entrichte ich an:
• Die Vertretung der regionalen Schulaufsicht, vertreten durch Felix Häne
• Die Vertretungen der Elternräte
• Unseren mittlerweile zahlreichen Aufhabenhelferinnen und Klassenassistentinnen
• Die Mitarbeitenden unserer Fachstelle und der Stadtbibliothek
• Unseren Schulpsychologen Alessandro Cassado
• Die Spielgruppenleiterinnen
• Unseren pensionierten 20 Kolleginnen und Kollegen

Von Seiten der Stadt freut es mich, begrüssen zu dürfen
• Unseren Stadtpräsidenten Thomas Müller
• Unseren Stadtschreiber Bruno Seelos
• Das gesamte Hauswartteam unter der Leitung von unserem Chefhauswart Guido Wehrli


Ich freue mich über das Gastrecht hier bei der HPV an der Splügenstrasse. Die Partnerschaft mit der HPV an der IMTA war eine tolle Bereicherung. Dass wir auf diese Weise eine weitere Begegnung haben schätze ich sehr. Deshalb auch – vertretend für alle Mitwirkenden des HPV – ein herzliches willkomm an Jürg Kappeler und Matthias Schoop.

1. IMTA 2011
Riesig war der Aufwand in der Vorbereitung. Unglaublich war das Zusammenwirken von sehr vielen Lehrpersonen. Sensationell war das Ergebnis und waren die begeisterten Rückmeldungen über die IMTA 2011 in Rorschach. Einmalig war das gemeinsame Projekt aller Schulen in der Region zusammen mit HPV und PHSG. Euch allen, die beigetragen habt, die IMTA zum blühen zu bringen, gebührt der allerbeste Dank. Es ist mir ein Anliegen, dass die musischen und sportlichen Fächer auf diese Weise eine nachhaltige Unterstützung erfahren und alle Teams inkünftig Delegationen entsenden.

2. Führungskonzept und Leitbild
Seit dem 1. Februar gilt das neue Führungskonzept. Demnach ist die SLK in ihren Kernkompetenzen gestärkt worden und die Pädagogische Kommission widmet sich schwergewichtig der Schulentwicklung, der Umsetzung der Qualitätsvorgaben sowie wichtigen schulrätlichen Projekten.

Die Schulleitungskonferenz befindet neu über Klasseneinteilungen, Übertritte und Promotionen. Allein dies ist ja nicht spektakulär und wird auch an anderen Orten so praktiziert. Spannend sind aber die provozierten Diskussionen rund um die aktuellen Promotionsentscheide und Fragen, die an mich gerichtet worden sind:
a) Rechnerisch verfügen die Primarschulkreise über eine Stimmenmehrheit in der SLK. Die SLK trifft jedoch gemeinsame Entscheide als Gesamtgremium im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben und unter Ausnützung eines qualifizierenden Ermessensspielraums. Im Zentrum steht die Schülerin / der Schüler.
b) Es existiert ein Spannungsfeld zwischen mathematisch genau errechneten Notendurchschnitten und der ganzheitlichen Beurteilung nach ICF und den Vorgaben „Fördern und Fordern“. Diese inhaltliche Diskussion werden wir nach den Sommerferien aufnehmen.

3. Liegenschaften
Alle Schulhauswarte haben seit dem 1. Februar einen neuen Chef in der Person von Guido Wehrli. Ich gratuliere Guido zur Beförderung und danke ihm, dass er diese neue Aufgabe angenommen hat und so umsichtig ausführt. Mit dieser Beförderung wechselt die Zuständigkeit des gesamten Bereichs Schulliegenschaften zum Stadtdepartement.

oder mit anderen Worten:
Bis anhin war die Schule Eigentümerin, organisierte den Unterhalt und die Werterhaltung und erhielt das notwendige Geld von der Stadt. Das hat sehr gut und sehr effizient in Zusammenarbeit mit der Stadt funktioniert.

Neu stellt sich nun die Frage: Ist die Schule jetzt Mieterin in den Schulhäusern der Stadt? Wer bestimmt darüber was, wann und wo unterhalten wird? Der Schulrat hat sich dieser Thematik angenommendazu Festlegungen getroffen: Die Verwaltungskommission steuert den Liegenschaftenunterhalt aktiv mit dem in den vergangenen Jahren aufgebauten Instrument, genannt Facility-Management. Zudem nimmt die VK unter Einbindung aller Betroffener Einfluss auf Aspekte Gestaltung, Materialisierung, Sicherheit und Nachhaltigkeit. Die Schulleitungen können bei der Anstellung von Schulhauswarte mitentscheiden. In Übereinstimmung mit der Gemeindeordnung bleibt der Schulrat für den Budgetantrag an den Stadtrat zuständig.

4. Erste Schuljahre
Die Würfel zur Umgestaltung der Schuleingangsstufe sind weitgehend gefallen. Der Schulrat hat den Grundlagenbericht an seiner letzten Sitzung verabschiedet und möchte die Situation für die Kinder im Alter von 4-8 Jahren verändern und vereinfachen. Wie von der Arbeitsgruppe vorgeschlagen, halten wir am Kindergarten fest und möchten wie in der Stadt St. Gallen die ersten und zweiten Klassen zu einer sogenannten altersdurchmischten Kidsklasse zusammenführen. Die Vernehmlassung bei Ihnen wird im September lanciert. Ich danke der Arbeitsgruppe unter der Leitung von Andrea Fuchs für die hervorragende Grundlagenarbeit.

5. Sanierung Sek
Es wird gebaut!! Stadtrat und Schulrat haben ein Versprechen aus dem Oberstufenzentrums-Entscheid eingelöst und bereits am Montag fahren die Bauarbeiter im Osttrakt der Sekundarschule auf und sanieren die vier Schulzimmer mit den Vorbereitungsräumen. Es entsteht damit eine moderne und attraktive NT-Infrastruktur. Danke an Jolanda Ammann und Christian Wenk für den ausserordentlichen Effort, den wir euch mit diesem Projekt abverlangt haben.

6. Deutschklasse
Ab kommendem Sommer machen wir eine Wiedereröffnung der Integrationsklasse. Sie wird geführt im Burghaldenschulschaus durch Luzia Schefer und Elisabeth Peter.

7. Mittagstisch
Nach den Sommerferien überprüfen wir das Mittagstisch-Angebot und möchten auf Sommer 2012 einen veränderten Ansatz wählen, um das Angebot bei Eltern und Schülern besser verankern können.


Dienstjubiläen der besonderen Art: Hausaufgabenhilfen, Klassenassistentinnen
Seit 10, 11,12 und gar 15 Jahren sind 4 Personen in unserer Schule tätig. Sie leisten einen diskreten aber ebenso wertvollen Einsatz in unserer Schule. Einen Einsatz gar, den wir in den vergangenen Jahren besonderes gefördert haben und sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Die Rede ist von unseren Hausaufgabenhiflen und Klassenasstistentinnen. Ich bitte auf die Bühne:
Adriana Alismeno, 15 Jahre
Elisabeth Lüchinger, 12 Jahre
Louise Wagner, 11 Jahre
Christine Zingg, 10 Jahre

Um es in den Worten von Barbara Camenzind zu sagen: Sie ist dieses Jahr auf der Suche nach immateriellen Schätzen. Nach Personen die etwas besonderes tun. So seid ihr 4 Damen für heute meine persönlichen Funde in der langen Reihe von Schätzen der Stadt. Danke für euren Einsatz!


Impulsschule
In Absprache mit Jürg Sonderegger und somit in Vertretung von ihm bitte ich alle Lehrpersonen von der PH auf die Bühne. Es sind dies:
1. Bernadette Engler
2. Tobias Mattes
3. Karine Müller
4. Gerd Oberdorfer - und
5. Thomas Birri, als designiertem Schulleiter für die Impulsschule

Zahlreiche Gründe, Zufälle und Unvorhersehbare Ereignisse, haben dazu geführt, dass wir die Übungsschule an der Pädagogischen Hochschule sozusagen neu aufstellen müssen.
Ich verabschiede aus unserem Kreis
• Bernadette Engler. Sie unterrichtete seit 1996 am „Semi“ in der unterschiedlichsten Funktionen und Fächern. Bernadette Engler war gar Schulleiterin, auch Lega-Therapeutin und vor kurzem hat sie erfolgreich ihr CAS in Gestalten abgeschlossen. Bernadette nimmt eine neue Herausforderung in Heiden an. Wir danken ihr für ihre langjährige Treue und wünschen ihr im Appenzellischen alles Gute. Persönlich wird sie uns verbunden bleiben, da sie in Rorschach gut und stark verwurzelt ist.
• Tobias Mattes. Letzten Sommer fiel seine Wahl für die Basisstufe wohl so kurzfristig, dass er – wie sonst üblich – keine Einladung zum Examenessen erhielt. Dass er jetzt schon wieder geht, hat aber hoffentlich nichts damit zu tun. Es zieht ihn aus persönlichen Gründen zurück in den Speicher, wo er auch hergekommen ist.

Die Basisstufe wird ab Sommer geführt durch Maila Seiler aus Rehetobel, tatkräftig unterstützt von Karine Müller. Maila Seiler hat vor ein paar Wochen die PH mit erfolg abgeschlossen und ist bereits in den Ferien.
Die Mittelstufenklasse führt inskünftig Gerd Oberdorfer alleine. In einzelnen Fächern wird er von Dozierenden der PH untersützt.
Die Schulleitung übernimmt Thomas Birri, wohl den meisten von Ihnen bekannt, als Dozent an der PH und Projektleiter für das kantonale Basisstufenprojekt.


Pensionierungen

In meiner Funktion als Schulratspräsident habe ich bereits 21 Mitarbeitende in den wohlverdienten Ruhestand entlassen. Dieses Jahr haben wir lediglich eine einzige Frühpensionierung. Ich bitte nach vorne:


Vre Hirzel

Vre stand trotz Frühpensionierung 40 Jahre im Dienst der Volksschule. Ihre erste Stelle trat sie 1971 an im Rorschacherberg. Familiär bedingt reduzierte Sie 1979 ihr Pensum und erfüllt ein kleines Pensum mit fördernden Massnahmen. Von 1991-1995 unterrichtete Sie einige Lektionen an der Übungsschule. 1997 dann trat Sie in den Dienst ein in der Schule Rorschach und unterrichtete fortan mit Hanspeter Dörig an der Mittelstufe im Pestalozzischulhaus. Damit hat Sie mit Ihrem Wirken das Schulentwicklungsprojekt Pestalozzi aktiv mitgestaltet.

Vre Hirzel und Hanspeter Dörig waren nun über viele Jahre ein Tandem. Vre hat es mit Hanspeter sehr eindrücklich verstanden, die richtige Form der Zusammenarbeit zu klären, Erwartungen zu formulieren und sich auf gemeinsame Werte zu einigen. Vre war in diesem Tandem der ruhige, besonnene und flexible Teil. Ihre Kolleginnen und Kollegen charakterisieren Sie als eher zurückhaltend, immer die Bedürfnisse von Schule und Klasse im Auge habend. Vre: aus eigenen Gesprächen mit dir weiss ich, wie sehr dir vor allem aber die Schülerinnen und Schüler am Herzen lagen. Du hast die Kinder immer in ihrer Eigenart ernst genommen. Eine besondere Stärke von dir war auch, deine Ruhe, die du immer ausgestrahlt hast.

Vre brachte an der SLQ vor rund 10 Jahren zum Ausdruck, dass sie Mühe hätte mit dem Loslassen, sei es eine Klasse, die ihr ans Herz gewachsen sei, sei es ein einzelnes Kind, das wegziehe. Das ist ihr jetzt gelungen: Einerseits war es ein ernst zu nehmender gesundheitlicher „Warnschuss“ und andererseits ein sehr freudiges familiäres Ereignis: nämlich gleich mehrere Enkelkinder.

Liebe Vre, obwohl du „nur“ ein kleineres Pensum im Pesta inne hattest, warst du immer präsent. Das Pesta-Team wird deinen wohlwollenden und so diskreten Einsatz fürs Team sehr vermissen.
Als Geschenk übergeben wir dir einen ganz speziellen Dattelessig und ein Mandelöl vom FASS und einen Gutschein, damit du weitere kulinarische Entdeckungen machen kannst.

Wir danken dir herzlich für deinen Einsatz und unsere allerbesten Wünsche für die Zukunft begleiten dich und deine Familie mit den Enkelkindern.


Abschluss
Zum Schluss bleibt mir der Dank:
• Der HPV für das Gastrecht
• Dem Team vom Schulkreis Mühletobel-Schönbrunn unter der Leitung von Hanspeter Lindegger für die Organisation des Anlasses
• Euch allen, liebe Kolleginnen und Kollegen für euren Einsatz

Ich wünsche ein angenehmes Fest, schöne Ferien. Vielen Dank.

Rorschach, 8. Juli 2011
Guido Etterlin, Schulratspräsident

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